Gelesen: J.R.R. Tolkien – Das Silmarillion

Tolkien, J.R.R. (2011): Das Silmarillion. Stuttgart: Klett-Cotta. Originalausgabe aus dem Jahr 1977 „The Silmarillion“. London: George Allen & Unwin Ltd. & HarperCollins Publishing Ltd.

„Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er erschuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war.“ (S. 53).

Mit diesen Worten beginnt Tolkien, seiner fantasievollen Welt, Mittelerde, Leben einzuhauchen. Nach dem „Herr der Ringe“ und dem „Hobbit“ wurde es nun Zeit für mich, ein weiteres von Tolkiens wichtigen Werken zu lesen.

„Das Silmarillion“ hat Tolkien zu Lebzeiten nie veröffentlicht und fertig gestellt, obwohl er es schon vor seinen anderen Werken begonnen hatte. (Quelle) Erst sein dritter Sohn, Christopher Tolkien, sichtete die Aufzeichnungen seines Vaters, brachte es in eine Form und veröffentlichte es. Dafür können alle Liebhaber von Mittelerde nur dankbar sein; denn nur so wissen wir, wie die verschiedenen Völker eigentlich entstanden sind, wie und warum die Ringe geschmiedet wurden und woher Sauron seine Macht bekam.

Das Buch ist fragmentarisch aufgebaut. Es gibt fünf manchmal kürzere, manchmal längere Abschnitte: „Ainulindale“, „Valaquenta“, „Quenta Silmarillion“ (Der längste Teil), „Akallabêth“ und „Von den Ringen der Macht und dem dritten Zeitalter“. Hier wird schon deutlich, dass sich die Geschichten vom ersten bis zum dritten Zeitalter erstrecken. Erst beim Übergang vom zweiten zum dritten Zeitalter kommen dann langsam die aus dem „Herr der Ringe“ bekannten Figuren, wie z.B. Sauron, Saruman, Gandalf oder Elrond, vor.

Gerade die ersten Kapitel des Buches erinnern doch weit entfernt und trotzdem recht präsent an die biblische Geschichte. Die Entstehung der Welt, der Völker, der Vater aller Menschen und Geschöpfe… das kommt sicherlich nicht von ungefähr, denn Tolkien wurde nach katholischem Glauben erzogen. Es wäre sicherlich einmal interessant, sein Werk daraufhin zu untersuchen!

Im „Silmarillion“ ist außerdem die Geschichte von Beren und Lúthien zu lesen. Neben all den anderen Kapiteln und einzelnen Geschichten, sticht diese doch besonders durch ihre eher dramatische Erzählweise hervor. Es ist eine ganz besondere Liebesgeschichte, die im Übrigen am 10. Juni dieses Jahres als Buch veröffentlicht wird (Quelle). Verraten sei nur so viel: Arwen und Aragorn waren nicht die ersten Liebenden, die nicht dem gleichen Volk angehörten…

Abschließend sei gesagt, dass ich mir das Buch wohl irgendwann ein zweites Mal vornehmen sollte, denn es kommen sooo unendlich viele Namen, Orte und Dinge vor, dass man sie sich unmöglich alle beim ersten Mal merken kann. Wie ich weiter oben schrieb, ist das Buch eher fragmentarisch aufgebaut und die Geschichten kann man nicht mit dem „Herr der Ringe“ oder dem „Hobbit“ vergleichen, denn es wird eher die Geschichte und die Entwicklung dargestellt, als dass die Geschichte prosaisch erzählt wird. Nichtsdestotrotz ist es ein episches Werk – denn es wird eine so große Fantasiewelt erschaffen, dass es einem unglaublich erscheint, wie ein Mensch sich all das ausdenken kann. Deswegen wird auch „Das Silmarillion“ mit zu meinen ewigen Favoriten gehören.

Seid ihr lieben Leser da draußen auch öfter in Mittelerde unterwegs? Habt ihr die Bücher gelesen oder reichen euch die Filme aus? Ich bin gespannt auf eure Meinung!

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4 Gedanken zu “Gelesen: J.R.R. Tolkien – Das Silmarillion

  1. Ein Tipp: Auf ARTE kann man noch sechs Tage den Bericht über Tolkien sehen, den man gestern gesendet hat. Darin ist ein nicht unerheblicher Teil dem „Silmarillion“ gewidmet. Auch wenn mir die Bücher lieber sind, aber diese Dokumentation war auch gut.

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